1926 Fussballer in Oberau


In den 1920er Jahren wurde bereits in Oberau Fußball gespielt.
Der Ort hatte ca. 700 Einwohner.
Der Wirt vom "Untermberg" L. Haaß stiftete die ersten Tore.
Spieler kamen aus allen umliegenden Ortschaften zusammen. Doch schon bald  folgten sie dem Oberauer Beispiel undgründeteneigeneVereine.


1927 FC Oberau gegen TSV Tutzing
Links: Gründungsvorstand - 5. von rechts hinten: Graf Pocci, L. Kaiser


 Der FC Oberau selbst wurde 1927 als einer der ersten reinen Fußballclubs im bayerischen Oberland gegründet. Die Gründungsversammlung im Gasthof  "Unterm Berg" wählte Ludwig Kaiser zum 1. Vorstand.



2. Jugendmannschaft 28.07.1928 (Gründungsfest)
von links: Allabar, Zoglmeier Josef, Öttl Gottfried, Wagner Christoph,
Goldhofer Anton, Hornsteiner Heinrich, Fischer Martin, davor: Wörner
Josef, Fischer Anton, Luschmann Michael, vorderste Reihe:
Achatz Josef, -------------?, Luschmann Hans )

Bereits 1928 wurden zwei Jugend- und zwei Herrenmannschaften aufgestellt. Oberau zählte damals 770 Einwohner. Anfang der dreißiger Jahre war es Vorstand Th. Pöttinger, der in der schlechten Zeit die finanziellen Löcher im Verein aus eigener Tasche immer wieder ausglich.


Foto ca. 1930: Vereinslokal Hotel Forsthaus,
davor Mitglieder des FCO mit Gastmannschaft 

1933 mußte sich der FC Oberau von der NS-Regierung gleichschalten lassen und sich der NS-Jugendorganisation unterordnen. In der Folgezeit wurde das HJ-Heim am alten Sportplatz gebaut und der Sportplatz von der Hitlerjugend genutzt. In dieser Zeit ist der Spielbetrieb fast ganz ausgefallen.


               Dieses Foto entstand 1933: Errichtung des alten Sportplatzes (Unterfeld). Zweiter von rechts Karl Stühler sen.

1935 wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.

In den Betrieben - z.B. Sägewerk Th. Poettinger - wurde Sport groß geschrieben.


Bild li.: Betriebssportwettkampf im Sägewerk Th.Poettinger
L. Wörner, A. Reiser, H. Bader, J. Hatzl (verd.), F. Heckenstaller, L. Posetti, F. Stühler, Kampfrichter unbekannt.
Bild re.: Fritz Stühler im Dauerlauf


1937: 10 Jahre FC Oberau (Kirche noch mit Originalturm)

1937 hat Karl Stühler sen. gegen "gewisse" Widerstände einen Jubiläumsbericht verfasst. Trotz widriger Wirtschaftsverhältnisse wurde die Umnutzung des Sportplatzes in ein Kartoffelfeld verhindert.

Eine Handball-Mädchenmannschaft durfte mit Genehmigung des damaligen Regimes gegründet werden. Der zweite Weltkrieg hinterläßt im Verein tiefe Spuren. Ein Viertel aller Mitglieder war gefallen und ein Großteil noch in Gefangenschaft.

1946 erlaubte die amerikanische Militärregierung unter den neuen Vorständen K. Stühler und A. Stiegelschmitt wieder Vereinssport, der dann mit den verbliebenen Jugendlichen neu begonnen wurde.

1947 durfte der FC Oberau sein 20-jähriges Jubiläum feiern. Für Auswärtsspiele organisierte Franz Pumm  - Zivilangestellter der Amerikaner - Busse und Tarn(Tor)netze  der Besatzerfreunde.


Vorstand K. Stühler eröffnet auf dem alten Sportplatz vor dem "HJ"- Heim die Jubiläumsfeierlichkeiten


1949 wurde der Spielkreis Zugspitze gegründet.
Unter Vorstand Fritz Stühler wurde ein Pfingstjugendturnier organisiert mit Mannschaften aus dem Oberland und München. Der FC Oberau hatte zu diesem Zeitpunkt 70 Mitglieder.

Fritz Stühler

1952 begannen die Planungen für den Bau des neuen Sportplatzes am Gießenbach mit Vereinsheim, da der alte Platz an der B2 wegen des stärker werdenden Verkehrs als „gefährlich“ galt. Bei Spielen sperrte der Vorstand Heinzl noch eigenhändig die Bundesstraße 2 ab.


Wer  kann  heute  noch  so  schön  schreiben?  Schriftführer  vermutlich  R. Heinzl, Seele des FCO  und  ab 1956 Vorstand des FC Oberau

1957 wurde der neue Sportplatz am Gießenbach im Rahmen des 30 jährigen Vereinsjubiläums eingeweiht.



1957: v.links Th. Poettinger, Schelle, F. Bichler,

K. Stühler zeichnet R. Heinzl aus, verdeckt Fritz Stühler.

Stolz war man auf das in der damaligen Zeit einzige neue Sportheim im Landkreis, das auch ein Matratzenlager für zwei Gastmannschaften aufwies.


1955/56 Eigenleistung beim Sportheim-Bau: (v. links) R. Heinzl, Stühler Pferdl, Mattern A. (verdecht), Hatzl Sepp, Stieglschmitt Albin, Stühler Karl sen, Stühler Fritz sen, Stieglschmitt Sepp, Fellermeier H., Nebel Gregor

Die beiden Herrenmannschaften spielten seit Jahren eine Führungsrolle im Oberland und so wurde 1958 unter Trainer Wallertshauser der Aufstieg in die 2. Amateurliga geschafft. Die sportliche Hochglanzzeit des FC Oberau hatte begonnen. Es fanden Spiele gegen so klangvolle Mannschaften wie SpVgg Fürth, VFB Bayreuth oder Schwaben Augsburg statt.


Meister der A-Klasse und künftiger DFB-Pokalschreck:
steh.v. li.: A. Hibler, Ferdl Stühler, G. Antor, F. Einenkel, K. Bauer, Trainer Wallertshauser,
H. Fellermeier, sitz.: C. Märkl, E. Wölffl, J. Kreutzer, A. Stühler, W. Wackerle, H. Borowka, lieg.: W. Mattern, Fritz Stühler


Der absolute Höhepunkt folgte jedoch  in Form des DFB-Pokals  1960. In den Vorrunden wurden noch die Mannschaften  FC  Garmisch, SV München, Dachau und Daglfing besiegt. Das Los bescherte für die nächste Runde den 3 Klassen höher spielenden TSV 1860 München als Gegner.



Die Pokalrecken 1960
Stahl, Stühler, Wallertshauser, Kreuzer, Doll, Wackerle, Antor, Hibler
knieend: Fellermeier, Märkl, Bauer


Spieltag  war der 24.10. und 2400 zahlende Zuschauer bedeuteten vereinsgeschichtlichen Rekord. Nach einem Spiel, das noch lange fußballerische Maßstäbe setzte, wurden die Löwen in einen an Spannung kaum zu überbietenden Pokalkampf mit 3:2 (1:0) besiegt. Oberau war schlagartig über die Landesgrenzen hinaus bekannt . Das Pokal -Aus kam dann in der nächsten Runde  gegen SSV Ulm.



1961 wurde die erste Altherrenmannschaft gegründet. Im Laufe der nächsten Jahre konnte das hohe Spielniveau leider nicht mehr gehalten werden.


1967 gründete Willi Berwein die Herrengymnastikgruppe.

 Der Verein hatte seinen 40. Geburtstag zu dem Bürgermeister Michael Fischer zum Ehrenmitglied ernannt wurde.


1971/ 72 musste eine Mitgliederversammlung wiederholt werden und nach einer erfolgreichen Christbaumversteigerung konnten zwei Tennisplätze erstellt werden. An der Vereinsspitze standen Franz Redinger und Franz Haser.  J. König leitete ab sofort das Tennis.


1972 Haser, -?-. Hibler, Stühler, König

Vereinsmitglieder trugen das olympische Feuer ein Stück des Weges in Richtung Olympiastadion München.

 
       Peter Doisl

Peter Doisl hat 1973 die Damenfußballabteilung gegründet. Ihm war es in der Folge zu verdanken, dass häufig zwei Mädchen- und zwei Damenmannschaften im Spielbetrieb standen. Er hat in den Folgejahren seines Wirkens einige Ausflüge und Fernreisen organisiert, die das Zusammengehörigkeitsgefühl förderten. Die erste Damenmannschaft schaffte es mehrere Jahre in der oberbayerischen Bezirksliga zu spielen.


   1983: 10-jähriges Jübiläum der Damen-Fußball-Abteilung,
  Anstoß  mit MdB M.Geiger, Schiri Mörtl,

rechtes Bild: im Gespräch mit P. Doisl, K. Schleicher und U. Jueterbock







 




1974 wurde unter Fini Berwein die Kinder-
und Damengymnastikgruppe gegründet.

Fini Berwein
 

1976 folgte die Gründung der Skiabteilung. E. Pöttinger  war Abteilungsleiter. Damals hatte der Verein bereits 340 Mitglieder, davon 120 Kinder und Jugendliche. In den Folgejahren richtete die Skiabteilung alpine Clubmeisterschaften aus.



Michael Fischer,
Bürgermeister, schrieb
das Grußwort

1977 wurde das 50-jährige Vereins-jubiläum vorbereitet. Josef König war frisch zum Vorsitzenden gekürt und organisierte sofort die Feierlichkeiten.

 Leider blieb der finanzielle Gewinn aus, weshalb
noch im gleichen Jahr eine gewinnbringende Christbaum
-versteigerung durchgeführt wurde.  Eine respektable Jahresbilanz des jungen Vorsitzenden.




Josef König,
1.Vorsitzender FCO



1981 übergab J. König den Verein an U. Jueterbock und der erste Volkslanglauf "Dreikönigslauf" stand 1982 an. Schirmherr war der ehemalige bayerische Finanz- und spätere Ministerpräsident Max Streibl, der an Dreikönig seinen Geburtstag hat.



Anderl Heckmeier "vereist"              Max Streibl, Siegerehrung       


Die Tennisabteilung erfreute sich so großer Beliebtheit, dass zu den zwei vorhandenen Plätzen unter der Vereinsführung von J. König (bis 1981) zwei weitere geplant  und 1983 von seinem Nachfolger U. Jueterbock gebaut und eingeweiht wurden.



1983 Einweihung Platz 3 und 4 durch Pfarrer Auer


1984 wurde mit der Gemeindeführung ein „Sportgespräch“ im Sportheim geführt, in dem Vorstand U. Jueterbock darum warb, das Vereinskonzept zu unterstützen und den Schulsport in die Planung einer neuen Sportstätte einzubeziehen. Der Verein zählte jetzt 690 Mitglieder, davon ca. 300 Jugendliche.



...eine Kopie kann auf Wunsch als PDF angefordert werden



1987 lud der Verein zum 60. Geburtstag und Sommerfest unter dem Motto "Spiel-Sport-Spaß" ein.




Impressionen Vereinsjubiläum 1987: Turnierbälle brachte die Fallschirmsportgruppe
Altenstadt und Conferencier war Harti Schmidt (gest.2015)!


1988 führte der FC einen eigenen Computer ein und begann mit der Mitgliedererfassung. Parallel dazu führte E. Allinger die Mitgliederliste an

seiner Arbeitsstätte. An eine Beitragseinziehung per Diskette wurde

intensiv "probiert". Online-Banking gabs noch nicht.

1990 führte die Planung  zum Um- und Anbau des Sportheims  unter Vorstand E. Poettinger mit einem Aufwand von 500.000 DM. Die Gemeinde Oberau und der bayerische Landessportverband hat diese Maßnahme bezuschusst.Sportlich bewegten sich die Herrenmannschaften zwischen der damaligen C- und der A-Klasse, die heute Kreisliga heißt.

Erwin Poettinger             

Nach intensiven Dikussionen wurde 1993 dem Wunsch der Tennisabteilung auf Gründung eines eigenen Vereins mit Anpachtung der Tennisanlagen entsprochen.


 In den Folgejahren wurden die Planungen einer zeitgemäßen Sportanlage verbunden mit dem Schulsport fortgesetzt. Sie scheiterten bisher an der Standortfrage und den Finanzierungsmöglichkeiten. Dennoch konnte der FC Oberau auf große Unterstützung der Gemeindeführung bauen.


Jetzt - 1996 - hat die Mitgliederzahl des FC Oberau die 700 überschritten, darunter sind ca. 250 Kinder und Jugendliche aktiv.


1999 und 2001 werden das Sportgelände und das Vereinsheim durch die Hochwasser schwer geschädigt. Trotz intensiver Mitgliederarbeit, großem finanziellen Aufwand und Hilfe der Gemeinde Oberau konnte der ursprüngliche Zustand nie mehr hergestellt werden.


2002 gründete Monika Thoma eine Erwachsenen-Volleyballgruppe.


2008 hat Birgit Daisenberger  eine Mädchenvolleyballgruppe aufgestellt.

Mittlerweile befinden sich 14 Fußballmannschaften, 2 Damen-, 1 Kinder- und 1 Herrenturngruppe, 1 Mädchen- und 1 Erwachsenen Volleyballmannschft in Aktion. Außerdem bietet die Skiabteilung im Winter bei genügend Schneelage am Skilifthang „Rabenkopf“ ein Torlauftraining für Kinder an.


2009 wurde nach langer Planung der Gemeinde Oberau, unter Einbeziehung der betroffenen Sportvereine, die Sanierung bzw. Neubau einiger Sportanlagen beschlossen. Dazu zählen die Tennisplätze, die Eisstockanlage und Erstellung eines Rasen- und eines Kunstrasenspielfeldes. ( siehe Aktuelle Vereinsorganisation)


 

2012 im Juni



Anmerkung:

Da unsere Homepage noch ganz "jung" ist, vorerst keine Gewähr für die Richtigkeit mancher Daten! Dank all jenen, die Belege für genauere Angaben vorlegen können.


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